Ikonen-Museum der Stadt Frankfurt - Stiftung Dr. Schmidt-Voigt

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Ikone des Monats Dezember


Hl. Serafim von Sarov

Russland, 20. Jh.
Eitempera auf Holz, 31 x 26,5 cm
Inv.-Nr. IH 151, S.S.-V.

 

Der Hl. Serafim wurde am 19. 7. 1754 in Kurska als Kind wohlhabender Eltern geboren. 1778 unternahm er eine Wallfahrt nach Kiev, die ihn anschließend dazu veranlasste, in das Kloster in Sarov einzutreten. Nach einigen Jahren im Kloster entschloss er sich, als Eremit in den Wäldern zu leben.

Später kehrte er in den Konvent nach Sarov zurück, wo er als Geistlicher vielen Ratsuchenden beistand. Am 2. Januar 1833 verstarb der heilige Mönch bei einem Brand in seiner Zelle. Man fand ihn angeblich noch als Toten kniend im Gebet vor einer Ikone der Gottesmutter versunken. Im Hl. Serafim vereinigten sich beispielhaft die beiden Wege des Mönchtums, des anachoretischen und des koinobitischen. Auf Betreiben des Zaren Nikolaus II. wurde Serafim am 19.7.1903 heilig gesprochen.

Die Ikone zeigt den Heiligen aufrecht stehend; im Hintergrund ist das Kloster von Sarov abgebildet. Serafim weist mit der rechten Hand auf die Gottesmutter hin, die in der oberen linken Ecke von einem Wolkenband umrahmt dargestellt ist. Ikonen mit dem Bildnis des Heiligen können erst nach seiner Kanonisierung (also nach 1903) entstanden sein. Festtag: 2. Januar.

(Autor Dr. Klaus-Rainer Althaus)

 


 

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