Ikonen-Museum der Stadt Frankfurt - Stiftung Dr. Schmidt-Voigt

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Die Sammlung des Ikonen-Museums


Demetrios Phoskalis, "Anastasis"


Griechisch, Ende 17./Anfang 18. Jh.
Eitempera/Holz
Inv. Nr.: 11309

Unten links signiert: "Aus der Hand des Demetrios Phoskalis"

Dauerleihgabe der Staatlichen Museen zu Berlin,
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

Vor dem Hintergrund einer stark zerklüfteten Felsenlandschaft mit zugespitzten Steinformationen ist Christus in der Vorhölle dargestellt: Stark zur Seite geneigt erscheint der Erlöser in der Mandorla im Zentrum des Bildes, flankiert von Adam und Eva und den Gerechten.

Die Ikonographie dieser Darstellung entstand in der Palaeologen-Zeit. Charakteristisch dafür sind etwa die große Anzahl von Figuren in der Komposition und die Engel, die Hades in Ketten legen. Christus Figur, die Adam aus dem Sarkophag zieht, wurde von der Spätantike inspiriert. Die zwei Engel mit den Symbolen der Passion allerdings wurden von den kretischen Malern hinzugefügt. Sie erscheinen zum ersten Mal im 15. Jahrhundert.

Bei Phoskalis ist das ikonographische Schema leicht verändert: Der Künstler fügte zu den zwei im Himmel schwebenden Engelsfiguren zwei weitere hinzu. Anstelle von Hades sind zwei Teufel in Ketten gelegt. Diese befinden sich in einer Höhle unmittelbar unter die Christusfigur. Diese Szene ist durch ein dunkles braun-in-braun Kolorit definiert.

Es ist interessant zu vermerken, dass das Benaki Museum, Athen, im Besitz einer Vorzeichnung für eine Anastasis ist (17. Jh., F 22.113A), die Ähnlichkeit mit der vorliegenden Ikone aufweist. Bei Phoskalis ist allerdings die Felsenlandschaft zerklüfteter.

 


 

 

 

 

 

 

 

Öffentliche Führungen

Die öffentlichen Führungen sind thematisch ausgerichtet. Sie finden jeden Sonntag um 14 Uhr statt. Führungen für Gruppen Anmeldung telefonisch unter 069/21 23 62 62. Die Führung dauert etwa eine Stunde. Kosten: 40,- zuzüglich zum Eintrittspreis. In den Schulferien finden keine Führungen statt.