Ikonen-Museum der Stadt Frankfurt - Stiftung Dr. Schmidt-Voigt

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Die Sammlung des Ikonen-Museums


Festtagsikone

Russisch,
18. Jahrhundert
Öl auf Holz
Maße: 52,7 x 43,4 cm
Leihgabe aus Privatbesitz

Die Festtagsikone gehört zu einer Gruppe von Ikonen, die dem Museum als Leihgabe von einem Privatsammler überlassen wurden. Die Ikone stammt aus dem 18. Jahrhundert. Obwohl sie sich in der Komposition genau an die östliche Ikonographie hält, ist sie als ein barockes Kunstwerk mit einzelnen Rokokozitaten zu verstehen: Die aus den Figuren und Draperien ausgehende Bewegung setzt dynamische Akzente, hell-dunkel Kontraste steigern die von den Figurengruppierungen ausgehende Dramatik. Rocaille sind in die Architekturlandschaft eingeflochten. Weiche perlmuttschimmernde Pastelfarben bestimmen das Kolorit auf den einzelnen Festtagsdarstellungen. Eine freie Pinselführung modelliert die einzelnen Volumen. Die Oberfläche ist glänzend und ähnelt einem Ölbild.

Zur Zeit von Kaiserin Elisabeth (1741-62) entstanden oft solche Ikonendarstellungen. Beeinflußt sind sie von westlichem Bildverständnis - eine Folge der Reformpolitik Peter des Großen (1682-1725) in deren Folge es zur Gründung von Kunstakademien kam, an denen westliche Künstler unterrichteten. Neue Darstellungsmodi kamen auf, besonders das Ölbild und das Goblin kamen in Mode.

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

Öffentliche Führungen

Die öffentlichen Führungen sind thematisch ausgerichtet. Sie finden jeden Sonntag um 14 Uhr statt. Führungen für Gruppen Anmeldung telefonisch unter 069/21 23 62 62. Die Führung dauert etwa eine Stunde. Kosten: 40,- zuzüglich zum Eintrittspreis. In den Schulferien finden keine Führungen statt.