20.12.2017 - 25.2.2018
Liebe, Glanz und Untergang
Die hessischen Prinzessinnen in der
russischen Geschichte

Der russische Zar Peter I. verfolgte das Ziel, Russland nach Westen zu öffnen und als euröpäische Macht zu etablieren. Einen Schlüssel dazu sah er in der Einführung europäischer Sitten am Zarenhof. Er war der erste, der seinen Sohn und Thronfolger mit einer deutschen Prinzessin verheiratete, und seine Nachfolger sind diesem Beispiel später gefolgt, so dass Russland sechs Kaiserinnen deutscher Herkunft hatte.

Vier Prinzessinnen von Hessen - Großfürstin Natalja Alexejewna, Kaiserin Marija Alexandrowna, Großfürstin Jelisaweta Fjodorowna und Kaiserin Alexandra Fjodorowna - wurden so Teil der russischen Geschichte.

Alle Prinzessinnen stammten aus den protestantischen deutschen Dynastien. Denn nur die Protestantinnen waren bereit, die Konfession zu wechseln und russisch-orthodox zu werden - ohne Konversion war eine russische Heirat nicht möglich.
Kaiserin Alexandra Fjodorowna und Großfürstin Jelisaweta Fjodorowna wurden von der Russisch-Orthodoxen Kirche heiliggesprochen.

Sie waren nicht nur geliebte Ehefrauen, sondern auch Mitstreiterinnen, Freundinnen und Eidgenossinnen ihrer Ehemänner.
Dennoch ist bis heute über das Leben der deutschen Prinzessinnen in Russland wenig bekannt.

Anhand vielfältiger Exponate - von Fächer, Menükarte und Schmuck über Kleidung, der kleinen Ikone für das private Gebet, bis hin zum offiziellen Porträt - beleuchtet die Ausstellung das Leben der Prinzessinnen im zaristischen Russland.

Eröffnung: Dienstag, 19.12.2017, 19 Uhr

 

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