Westliches Sizilien

1. bis 10. Mai 2016

Start unserer Reise war Palermo. Hier besuchten wir den Normannenpalast. Der Sitz der Normannen- und Stauferkönige, mit der Cappella Palatina, vereint arabische und byzantinische Kunst in großer Harmonie. Auch auf dem Programm: Das Archäologische Museum, San Giovanni degli Eremiti, das Castello di Zisa und die makabre Sammlung der Kapuzinergruft.

In den Ruinen der antiken Stadt Solus, auf der Höhe des Monte Catalfano, sind die Reste des Theaters, das Antiquarium mit Fundstücken jüngerer Ausgrabungen und große Wohnhäuser (400-550 qm) mit Mosaikfußböden besonders sehenswert.

Unsere nächsten Etappen waren der gewaltige dorische Tempel und das Theater von Segesta, die Kirche SS.Trinità di Delia nahe Castelvetrano, eine der frühesten normannischen Kirchen mit dem Grundriss einer byzantinischen Kreuzkuppelkirche, und Selinunte, von Hannibal 409 v. Chr. zerstört. Heute liegen die Ruinen in majestätischer Schönheit: Akropolis, neun Tempelruinen, das Demeter-Malophoros-Heiligtum.

Ein weiterer Höhepunkt war Agrigent. Hreausragend hier: der archäologische Bereich mit Tempeln, dem Theron-Grab aus dem 1. Jh. v. Chr., das Archäologische Museum unter anderem mit den Telamonen des Zeus-Tempels.

Die Hauptattraktion von Piazza Armerina ist die römische Villa del Casale. Gut erhaltene Mosaikböden, die das höfische Leben, die Mythologie und Jagdmotive zum Thema haben. Meister des römischen Nordafrikas haben hier einen der schönsten und größten Komplexe der römischen Antike geschaffen.

Weiter ging es nach Enna. Die Stadt thront auf einem fast 1000 Meter hohen Felsplateau und in der Ferne präsentieren sich der Ätna, das malerische Calascibetta und die Liparischen Inseln. Auf dem Programm stand: das Castello di Lombardia, das byzantinische, normannische und staufische Elemente zeigt und der Dom, 1307 gegründet, heute mit barocker Fassade.

Cefalú hat uns am Ende der Reise nochmal begeistert. Die Lage am Meer und im Rücken ein imposanter Felsen. Der Dom, gehört zu den eindruckvollsten der Normannenzeit. Roger II. hatte ihn gegründet und als Grablege bestimmt. Das Museo Comunale Mandralisa bewahrt wertvolle Gemälde des 14. bis 16. Jh., auch Ikonen im byzantinischen Stil, griechische Vasen, ein griechisches Mosaik aus dem 2. bis 1. Jh.v.Chr.

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