Michailo Miljutin, Auferstehung Christi
Moskau,
Rußland, 1685.
Eitempera/Holz
Maße: 48,8 x 37,3 cm
Inv. Nr.: 11602 cm
Dauerleihgabe der Staatlichen Museen zu Berlin, Skulpturensammlung
und Museum für Byzantinische Kunst
Der Hofmaler Michailo Miljutin war Schüler des bekannten Ikonenmalers
Simon Uschakov. Ab 1673 war Miljutin in der Rüstkammer angestellt. Im
Besitz der russischen Zarentochter Sofia Alekseevna befanden sich mehrere von
ihm ausgeführte Ikonen.
Typisch für Miljutins Ikonen ist die detaillreiche Ausarbeitung
der Figuren und die äußerst präzise Pinselführung.
Die Gesichtspartien sind durch starke Hell-Dunkel-Kontraste aufgebaut.
Die Proportionierung der Gesichter hat nichts mehr mit dem klassischen
Kanon gemein, die Nasen sind - mit Ausnahme von Jesus Christus
- kurz und die großen Augen blicken etwas starr.
Die vorliegende Arbeit hat keinen bemalten Rand. Es zeigen sich auch keinerlei
Spuren einer Bemalung oder einer Grundierung. Es könnte sich hierbei um
eine Vstavka handeln: Die Ikone wurde ausgeschnitten und dann auf eine neue
Tafel montiert. Wahrscheinlich war sie mit einer Basma versehen, die allerdings
später entfernt wurde.
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