Sonderreise für die Freunde und Förderer des Ikonen-Museums, Frankfurt
Bulgarien - Schmelztiegel der Kulturen
Vom 10. bis 19. September 2010
 |
| Alexander Nevski-Kathedrale in Sofai, Foto: Nena Micheval |
Hellenismus und Römerzeit bewirkten eine Annäherung der Kulturen Europas und des Vorderen Orients, die Völkerwanderung führte zu einer Berührung zwischen den Kulturen Mittelasiens und den antiken europäischen Kulturen. Im 6.-7. Jh. n. Chr. hatten sich Slawenstämme auf dem Gebiet des heutigen Bulgarien angesiedelt. Mit dem Eindringen der Protobulgaren aus dem mittelasiatischen Raum in das bulgarische Territorium wurde der Beginn für eine neue Ethnie geschaffen, einem Volk, das seit der Staatsgründung im Jahre 681 bis heute den Namen Bulgaren beibehalten hat.
Reiseführung durch Herrn Dr. Richard Zacharuk. Entdecken Sie ein Land, das zwar seit zwei Jahren zur EU gehört, aber dessen großer kultureller Reichtum noch weitgehend unbekannt ist.
Gold und Grabkultur der Thraker
Die Thraker zählen zu den großen Völkern der Antike. Sie wurden bereits in der „Ilias“ von Homer besungen. Die Goldschätze der thrakischen Fürsten und ihre Pferdezucht waren berühmt. Grundgedanke ihres Weltbildes war die Vorstellung von einer Unsterblichkeit der Seele, sowie von einem festen Zusammenhang zwischen Mensch und Natur. Mythen aus der Thrakerzeit überliefern z. B. die Gestalt des Orpheus, der als begnadeter Sänger und Harfenspieler die Wildtiere der Rhodopen zähmte.
Wiege der slawischen Orthodoxie
Die heiligen Kyrillus und Methodius, von Papst Johannes Paul II. als „Patrone Europas“ bezeichnet, haben nicht nur zur Vertiefung der christlichen Lehre in Bulgarien beigetragen, sondern setzten den Anfang der Schriftsprache und Kultur der slawischen Völker. Sie werden deshalb nur zu Recht als Slawenapostel bezeichnet.
Einführungsvortrag mit Bildmaterial am 23.1.2010 um 15.00h im Ikonen-Museum |