Zwischen Wissenschaft
und Kulturzentrum
Als
im Mai 1988 Dr. Jörgen Schmidt-Voigt den Schenkungsvertrag mit
der Stadt Frankfurt am Main unterzeichnete, wurde beschlossen, dass
das neue Ikonen-Museum administrativ dem Museum für Kunsthandwerk
angeschlossen wird.
Zu diesem Zeitpunkt stand auch schon fest, dass das Refektorium des Deutschordenshauses
zu einem kleinen
Museum umgestaltet werden sollte. Durch seine Maße, vor allem durch seine
Höhe, sah man ihn zunächst nicht unbedingt als geeigneten Ort für
ein Ikonen-Museum an. Doch den Ideen des Architekten Oswald
Matthias Ungers ist es zu verdanken, dass durch das Einziehen eines Zwischengeschosses
aus dem ehemals sakralen Refektorium tatsächlich ein kleines Museum mit
Studio-Charakter entstanden ist.
Für
das neue Museum wurde die wissenschaftliche Stelle des Leiters, eine
Restauratorenstelle und zwei Aufsichtsstellen ausgeschrieben. Im
Jahr 2000 kam eine Kuratorin und eine Verwaltungsangestellte hinzu.
Sehr fruchtbar für die Ausstellungsarbeit des Ikonen-Museums
sollte die Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Historischen Museum
in Moskau sein. Basis dafür war ein Kulturvertrag zwischen
der Stadt Frankfurt und Moskau. In den letzten Jahren hat sich das
Ikonen-Museum darüberhinaus zu einer Art Kulturzentrum entwickelt.
Es sind vorwiegend russische, in Frankfurt lebende Emigranten, die
hier eine Art kulturelle Heimat gefunden haben.
Auch mit dem Staatlichen Historischen Museum in Sofia und dem Benaki-Museum
in Athen hat das Ikonen-Museum schon kooperiert und Ausstellungen
organisiert.
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