Ikonen-Museum der Stadt Frankfurt - Stiftung Dr. Schmidt-Voigt

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MM - Die Ikone Marilyn Monroe

Der Aufstieg der Norma Jeane Baker zum populärsten Star des 20. Jahrhunderts.

Erstes Foto-Shooting: Marilyn Monroe Mitte der 40er Jahre

Das Ikonen-Museum Frankfurt präsentierte bis zum 10. März die Ikone MM in einer Sonderausstellung / Noch nie zuvor gezeigte Exponate aus dem Nachlass

Die Sonderausstellung aus Anlass des 85-jährigen Geburtstages von Marilyn Monroe beschäftigte sich mit der Faszination MM – dem populärsten Star des 20. Jahrhunderts, der durch die Medien zu einer Ikone stilisiert wurde. Die Ausstellung zeiget, wie die westliche Kultur den Begriff „Ikone“ als Ausdruck höchster Stilisierung von „Mediengottheiten“ neu definierte. Aus dem theologisch besetzten Terminus „Ikone“, der das Kultbild der orthodoxen Kirche bezeichnet, wurde formal der Oberbegriff herausgefiltert und neu besetzt. So entstanden Bezeichnungen wie „Pop-Ikone“, „Ikone des Westens“ oder „Ikone des Fußballs

Am stärksten wurde dieser Begriff mit Marilyn Monroe in Verbindung gebracht, die tragisch ums Leben kam.

Exponate werden erstmals gezeigt

In der Ausstellung waren über 300 Exponate zu sehen - davon noch nie zuvor gezeigte Gegenstände aus dem Monroe-Nachlass. Ausgehend von Gottesmutterikonen, die neben Andy Warhol-Porträts von Marilyn Monroe gezeigt wurden, präsentierte die Ausstellung private Gebrauchsgegenstände von Marilyn Monroe. Etwa ihr persönlicher Terminplaner aus dem Jahr 1961, Drehbücher, Briefe, Rechnungen, aber auch Kleidungsstücke, Lockenwickler und Make-Up-Utensilien, die die Privatperson dem Betrachter näher bringen.

Gleichzeitig wurde die Medienikone Marilyn Monroe durch glamouröse Fotografien und Poster skizziert. Die Sonderausstellung zeigte die Stilisierung Norma Jeane Bakers zu Marilyn Monroe anhand vieler Original-Exponate aus mehreren Privatsammlungen. Die bedeutendsten Exponaten stellte Ted Stampfer zur Verfügung.

Bildergalerie

 

Presseschau

Eine Sensation Namens Monroe [ZDF-Mittagsmagazin]

Marilyn Monroe wird zur Ikone - im Museum [hr-fernsehen, hessenschau]

Marilyn Monroe-Ausstellung [RTL Hessen]

Gespräch mit Kuratorin Dr. Snejanka Bauer [Deutschlandradio Kultur]

Interview mit Kuratorin Dr.Snejanka Bauer [hr-iNFO]

MM. Die Ikone Marilyn Monroe [kulturWelt, BR2]

Morgenmantel bis Telefonbuch [stern.de]

Der Duft von Marilyn [Bild.de]

Eine ganz spezielle Gottheit [hr-online]

Ausstellung zum 85. Geburtstag der Sexgöttin Monroe [fr-online]

Ausstellung mit Exponaten aus dem Nachlass der Ikone [faz.net]

Göttin Monroe – eine Ausstellung huldigt der Ikone [welt.de]

Monroe – wie sie wirklich war [rp-online]

Ikone Marilyn - einfach zum Niederknien! [Neue Osnabrücker Zeitung]

Ausstellung widmet sich Marilyn Monroe [young.hürriyet]

 

Veranstaltung

11. Februar, 20 Uhr

„Five Times Marilyn“

Ein Film- und Musikabend mit Marilyn Monroe

Marilyn Monroe hat zeit ihres Lebens und darüber hinaus bis heute KünstlerInnen aller Sparten in ihrem Schaffen inspiriert. Wir nähern uns ihr mit Musik und Experimentalfilm. Veranstaltet wird der Film- und Musikabend vom Frauenreferat der Stadt Frankfurt, dem Frauenmusikbüro und der Kinothek Asta Nielsen.

Film: Originaltitel: Marilyn Five Times. Alternativtitel: Mx5. USA. 1973. Regie: Bruce Conner. Schwarzweiß. 14 Min.

Sie war bereits elf Jahre tot, als Bruce Conners Film „Marilyn Five Times“, der aus alten Filmaufnahmen mit der damals unbekannten Norma Jean Mortensen, alias Marilyn Monroe, arrangiert wurde, fertig gestellt wurde. Die Schauspielerin ist tot, ihr Bild lebt weiter. Zumindest für eine Viertel- stunde, in der das Bild aus der Konserve, Marilyn für uns noch einmal auferstehen lässt. Wir sind Zeuge eines Fotoshootings. Marilyn hat ihre Brüste entblößt und kokettiert mit der Kamera. Sie trinkt aus einer Cola- flasche und verschluckt sich dabei. Sie lässt einen Apfel über ihren Oberkörper fahren.

Die optische Qualität ist furchterregend. In extrem grobkörnigen Schwarz- weißbildern können wir die Gesichtszüge der bekannten Schauspielerin kaum ausmachen. Hinzu kommt, dass manche Bilder insgesamt fünf- mal hintereinander weg wiederholt werden und andere Szenen von ständigem Schwarz unterbrochen werden. Dem Zuschauer wird bewusst, dass er einen bearbeiteten Film sieht – kein reines Originalmaterial. Connor erweckt für uns eine längst vergangene, durch all die verschie- dene Zeit mitgenommene Bilderstrecke zum Leben. Marilyn am Anfang ihrer Karriere, als billiges Pin-up-Girl. Aber auch zugleich Marilyn am Ende ihrer Karriere, ein Jahrzehnt, nach ihrem Tod – als Inhalt und Studienobjekt für die Kraft des bewegten Bildes im Experimentalfilm.

Musik: Norma‘s Finest – das sind fünf Musikerinnen auf den Spuren der Norma Jeane Baker alias Marilyn Monroe. Denn unsterblich sind ja nicht nur Marilyns Filme, auch ihre Songs wie „I wanna be loved by you“, „Diamonds are a girl‘s best friend“ oder „My heart belongs to daddy“ sind Klassiker. In Combo-Besetzung mit zwei Sängerinnen erwecken Norma‘s Finest die Musik der Hollywood-Ikone zu neuem Leben - mit einem ganz eigenen, unverwechselbaren Sound. Besetzung (im Foto v.l.n.r.): Nina Hacker (bass), Karmen Mikovic (vocal), Uta Wagner (drums), Jule Schaper (vocal), Katrin Zurborg (guitar).

 

 


 

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen:

MM— Die Ikone Marilyn Monroe
Herausgeber: Dr. Snejanka Bauer im Auftrag der Stadt Frankfurt

67 Seiten, Preis: 12,50€

Online-Bestellformular beim Henrich-Verlag

Samstag und Sonntag, 14 Uhr: Öffentliche Führung durch die Ausstellung.

Weitere Veranstaltungen auf unserer Facebook-Seite

 

Dr. Snejanka Bauer
Kuratorin der Ausstellung
Wissenschaftliche Leitung Telefon (069) 212- 44528
Telefon: (069) 212-34433
snejanka.bauer@stadt-frankfurt.de